Turismo Rural: Das Projekt

Auf Initiative der Landwirtschaftsbehörde auf La Palma sind mit Subventionen der Europäischen Union (LEADER – Programm zur wirtschaftlichen Förderung ländlicher Regionen) schöne alte Häuser auf der ganzen Insel für den Fremdenverkehr restauriert worden.
Auch auf anderen kanarischen Inseln entstand auf dieser Basis ein echtes Alternativkonzept für den Tourismus auf den Kanaren. Denn diese Ferienhäuser sind nicht für den Tourismus neu erbaut worden, die soziale und natürliche Umwelt wird durch die touristische Nutzung nicht zerstört, sondern nachhaltig gefördert.
Viele der Eigentümer sind Bauern, die die Chance wahrnahmen, das von ihren Vorfahren erbaute traditionelle Haus vor
dem Verfall zu retten und aus der Vermietung ein reales Auskommen zu gewinnen. Durch die Vermietung der restaurierten Häuser werden sie in die Lage versetzt, auf ihrem Land zu bleiben und es weiter zu bewirtschaften.
In der Restaurierungsphase der Häuser wurden Arbeitssuchende in den alten Handwerkskünsten ausgebildet. Und es gibt einen völlig neuen Berufszweig: die “Prestarias”, die für einzelne Besitzer die Hausverwaltung und Gästebetreuung übernehmen.
Ohne die negativen Auswirkungen des Massentourismus sind so auf der für ihre Ursprünglichkeit bekannten Insel La Palma und auf anderen kanarischen Inseln Arbeitsplätze entstanden. Es besteht die berechtigte Hoffnung, die Landflucht einzudämmen und abgelegene herrliche Kulturlandschaften vor dem Aussterben und der Verödung zu bewahren.
Das Projekt stellt den Versuch dar, Landwirtschaft und Tourismus zu verbinden und den Inseln damit die Basis für den Tourismus zu erhalten: ihre Schönheit.


